Ethnologischen Museen vom Anliegen her ähnlich, engagiert sich nun auch die UNESCO im Bereich der Bewahrung von “Schätzen” menschlicher Kultur, wenngleich mit der Fokussierung auf deren immaterielle Dimensionen. Auch das Phonogramm-Archiv des Ethnologischen Museums in Berlin ist mit der Eintragung in die UNESCO-Liste “Memory of the World” (1999) von dieser Initiative erfasst worden, dem Prototyp der Liste, die entsprechend des Pariser “Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes” (2003) geführt wird. Anhand einer Sammlung von Zeremonialliedern der Navajo sollen einige der gravierenden Problemfelder dieser Bestrebungen beleuchtet werden, insbesondere hinsichtlich der Definition, des Besitzes und des Zugangs zu solchem “Fremderbe” der Menschheit.