Seit der Verabschiedung des Indian Gaming Regulatory Act 1988 nehmen Anzahl und Einnahmen stammeseigener Glücksspielbetriebe in den USA stetig zu. Entgegen der anfänglichen Einschätzung, es werde sich dabei nur um ein kurzlebiges Phänomen handeln, das allenfalls einigen wenigen Stämmen zugute kommt, hat sich die indianische Kasino-Industrie zwischenzeitlich etabliert und ist für rund die Hälfte aller Indianerstämme zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor geworden.
Mit dem ökonomischen Erfolg der sog. Gaming Tribes ändert sich deren Verhältnis zum nichtindianischen Umfeld ebenso wie ihre Stellung innerhalb der euro-amerikanischen Mehrheitsgesellschaft, z.T. auf grundlegende Weise. Dabei werden gleichzeitig positive und negative Tendenzen erkennbar. Der Vortrag soll wesentliche Aspekte dieser Veränderungen sowie deren mögliche Konsequenzen erörtern.