DGV Tagung 2007

Susanne Kühling: Die Brise. Der Inselwind als Medium für den Kontakt mit der ozeanischen Geisterwelt

Die Brise, der allgegenwärtige Inselwind, ist ein Medium für Kontakt mit der ozeanischen Geisterwelt. Gerüche und Geräusche werden mit der Luftbewegung transportiert und sind Formen der Kommunikation zwischen Menschen und Geistern. Vibrationen, wie durch die Schneckentrompete sind ebenfalls wirksam als Medien im Kontakt mit Geistern; Rauch kann auf ihre Bewegung hindeuten. In Matten und anderem Flechtwerk können solche Kontakte fixiert werden (Hereniko: Woven Gods), das mag ein Grund für den hohen Wert solcher Arbeiten sein. Matten, Tapa und andere geflochtene Strukturen stellen Barrieren für Geister dar, wie ihre vielfältige rituelle Verwendung zeigt. Diese Spekulationen würde ich gerne mit anderen regionalen Spezialisten (kontrovers?) diskutieren.

Workshop:

12 | Zur Ozeanistik im deutschsprachigen Raum heute: Versuch einer ersten Bestandsaufnahme

Termin:

Dienstag, 02.10.2007, 14:00-18:00 Uhr

Ort:

Melanchthonianum, Hörsaal A