Klaus Peter Köpping: Interperformativität: Japanische Filme im Feld endogener und exogener Hybridität
Was man in der Literaturwissenschaft als „Zitat” und „Intertextualität” verstanden hat, lässt sich auch auf die „performing arts” ausdehnen, jedoch scheinen für Interperformativität einige andere Parameter methodisch wichtig zu werden, die von der Textlichkeit abgesetzt werden müssen. Um die Reichweite dieses Ansatzes zu erkunden, soll ein japanisches Beispiel gewählt werden (der Film von Takeshi Miike „Visitor Q), der in seinen internen Kulturbezügen dekonstruiert werden soll. Daran anschließend soll versucht werden, die performativen Anleihen in Bezug auf Pasolini’s „Teorema” und Carnet’s „La Merveilleuse Visite” zu thematisieren. Am Ende soll die Frage stehen, ob wir es bei allen Performanzen (in diesem Falle filmischen Beispielen) mit einer hybriden Form, spezifisch mit einer „Kopie” zu tun haben. Es soll argumentiert werden, dass es trotz der Zuschreibung des Kopierens sich um authentische, „einmalige”, mimetisch erzeugte Formen der Konstitution von Wirklichkeit handelt.